Hotel Gorgonia Beach Resort – Marsa Alam

„Seid Ihr euch sicher, dass Ihr dahin wollt? Also uns wäre das ja aktuell zu gefährlich. „ So oder so ähnlich hörten sich wohl 90% der Reaktionen auf unseren ersten Ägyptenurlaub an. Die Ereignisse des arabischen Frühlings lagen noch nicht allzu lange zurück und die Bilder der Proteste aus Kairo waren den meisten noch vor Augen. Infolgedessen lag der ägyptische Tourismus am Boden und es wimmelte nur so von günstigen Angeboten für Reisen nach Ägypten. Der Hauptgrund für Ägypten lag jedoch nicht nur in den günstigen Angeboten, sondern vor allem darin, dass Irma sich „endlich“ dazu entschlossen hatte das Tauchen doch zumindest mal auszuprobieren. Und wo kann man als Europäer im Dezember in kurzer Zeit, zum „mal ausprobieren“ hinfliegen und dazu noch viel sehen? Ägypten natürlich!!

Also begann für uns noch Ahnungslose die Suche nach dem richtigen Ort und Hotel. Nach tagelangem Suchen, auf Reiseportalen, Foren für Taucher und Reiseblogs war für uns klar, dass es unbedingt Marsa Alam werden sollte. Vor allem die Möglichkeit an den Hausriffen der Hotels dort frei und eigenständig schnorcheln zu können, was z.B. in Hurghada weniger gut möglich ist, war für uns der ausschlaggebende Punkt. Wie wir dann jedoch bald feststellen mussten ist Hausriff nicht gleich Hausriff. Auf der Suche nach einem besonders schönen und vielfältigen Hausriff stießen wir dann auf das Grorgonia Beach Resort.

Mit der Entscheidung für Marsa Alam und dem Gorgonia Beach Resort kam die letzte Herausforderung, die bis heute für alle Urlauber in Marsa Alam besteht, auf uns zu. Wir wollten unbedingt einen direkten Flug nach Marsa Alam bekommen um uns die lange Busfahrt von Hurghada zu ersparen. Zum Glück fanden wir noch ein solches Angebot und wir konnten uns auf 10 Tage Ägypten freuen. Die Reise haben wir über auf weg.de gebucht und gucken auch heute dort als erstes nach guten Angeboten. Bei weg.de gibt es immer mal wieder attraktive Cashback Aktionen, von denen wir auch schon oft profitiert haben.

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Dieser Urlaub sollte mein erster All Inclusive Pauschalurlaub werden. Ich hatte natürlich einige Vorurteile wie üppige Buffets, aufdringliche Animationsteams und deutsche Touristen, die um 6 Uhr morgens die besten Liegen mit ihren Handtüchern reservieren, im Kopf. Und ganz ehrlich, sie sollten sich alle in etwas abgeschwächter Form bestätigen. ((:

Das Hotel

Das Gorgonia Beach Resort liegt ca. 120km südlich des Flughafens Marsa Alam im nirgendwo und ist eines der südlichsten Hotels in Ägypten. In der benachbarten Bucht befindet sich noch das kleinere und ältere Shams Alam Resort. Der Transfer zum Gorgonia Beach Resort liegt abhängig davon wie viele andere Hotels vorher noch angefahren werden müssen bei 1,5 bis 2 Stunden. Wenn man das erste Mal diese Küstenstrecke fährt, fühlt sich der Weg nicht all zu lange an, da man immer wieder an interessanten Hotels und Buchten vorbeifährt. (Da wir mittlerweile vier Mal in Ägypten waren, empfinden wir die Anfahrtszeit zum Gorgonia Beach Resort aus heutiger Sicht als ein Manko.)

Bei der Ankunft im Hotel wurden wir sehr freundlich mit einem kühlen Getränk begrüßt und konnten relativ schnell auf unser Zimmer. Die Zimmer waren im Großen und Ganzen sehr schön, sauber und aufgeräumt. Ein paar Möbelstücke hatten schon ein paar Macken, was aber nicht weiter störte. Auch das Badezimmer war sehr geräumig und bat genug Platz auch mal nasse Badekleidung aufzuhängen.

Die Hotelanlage ist sehr weitläufig angelegt und besteht nicht nur aus einem großen Gebäudekomplex sondern mehreren zweistöckigen Gebäuden in der eine bestimmte Anzahl an Zimmern untergebracht ist. In der Mitte der Anlage befindet sich die große Poollandschaft mit angeschlossener Poolbar. Um den Pool herum waren zu unserer Zeit nicht zu viele Liegen aufgestellt, sodass man nicht dicht an dicht liegen musste. Im Hauptgebäude befindet sich mit einer großen Außenterasse das Hauptrestaurant mit Buffet. Zusätzlich gibt es noch ein Pizzarestaurant und ein Fischrestaurant, welche wir in den 10 Tagen jeweils einmal besuchen konnten. Für die Mittagssnacks gab es in der Nähe zum Strand und den Sportanlagen noch eine Bar, wo es meist Gerichte wie Pizza, Pommes, Burger und andere Kleinigkeiten gab. Das in diesem Hotel auch einen großen Anteil an italienischen Gästen gab, wirkte sich unserer Meinung nach sehr positiv auf die Essensauswahl aus. Vor allem die Pastabar war jeden Abend mein Favorit.

Der Strand des Gorgonia Hotels ist sehr weitläufig und es waren immer genügend Liegen vorhanden, sodass es zu unserer Zeit kein Problem mit irgendwelchen Handtuchreservieren gab, die es aber sehr wohl in geringer Anzahl gab. Vom Strand gibt es zwei Zugänge zum Wasser, die mit kleinen Flaggen gekennzeichnet sind. Über diese Zugänge kommt man über das Riffdach in die etwas tiefere und sandige Lagune. Läuft man ein Stück weiter nach rechts kommt man an den langen Steg, der über das Riffdach zur Riffkante führt.

Das Tauchcenter TGI Dive

In unmittelbarer Nähe zum Steg befindet sich die TGI Tauchbasis. Die Tauchbasis besteht aus dem Hauptgebäude, in dem die Rezeption und die Schulungsräume untergebracht sind. Zusätzlich gibt es einen Lagerraum, wo die Ausrüstung in einer eigenen Box gelagert werden kann. Zusätzlich gibt noch ein weiteres Gebäude, welches wohl als Unterkunft für das Personal dient. Draußen vor der Basis gibt es noch einige Sitzmöglichkeiten und Becken zum Spülen der Ausrüstung.

Die Tauchbasis eignet sich besonders gut für Taucher, die auch gerne mit ihrem Buddy alleine ohne Guide tauchen möchten. Für diese Zielegruppe gibt es bei TGI extra Non-Limit Angebote, bei denen man so viel tauchen kann wie es einem der Tauchcomputer erlaubt. Zusätzlich bietet TGI noch einige Ausflüge an, wie z. B. nach Marsa Egla oder zum berühmten Elphinstone, welches wir wegen unserer noch zu geringen Erfahrung nicht besuchen konnten. Mittlerweile bietet TGI wohl auch Bootsausfahrten zu den Tauchplätzen des Wadi Gimal Parkes an, die sicherlich auch ein Highlight für sich sind. Zu unserer Zeit standen die Möglichkeiten jedoch noch nicht zur Auswahl.

Bei unserer Ankunft im Tauchcenter wurden wir sofort freundlich empfangen und uns wurde alles Nötige zur Basis und den Abläufen erklärt. Nach dem üblichen Papierkram war Irma dann auch schon zu Ihrem Open Water Kurs angemeldet. Zum Kurs und Irmas Tauchlehrer Nemnem können wir nur sagen, dass alles perfekt war. Er hat sich sehr viel Zeit genommen und keinen Druck aufgebaut, in der vorgegebenen Zeit den Kurs abzuschließen. Nachdem Irma den Kurs erfolgreich beendet hatte und wir zum Abschluss noch einmal gemeinsam in Marsa Egla bei den großen Schildkröten tauchen konnten, war auch bei ihr die Leidenschaft zum Tauchen geweckt worden. YES!!

Als Fazit zur Tauchschule lässt sich festhalten, dass diese einen sehr professionellen Eindruck gemacht hat und sich ohne Weiteres weiterempfehlen lässt. Wir sind jedoch später auf Grund der etwas übersichtlichen Auswahl an Tauchplätzen nicht wieder dorthin gereist. Dieser Umstand hat sich jedoch mittlerweile deutlich verbessert, weshalb für uns eine Rückkehr ins Gorgonia Beach Resort und zu TGI nicht mehr ausgeschlossen ist.

Das Hausriff

Nun zum wichtigsten Teil dieses Berichtes, dem Hausriff!!!

Das Hausriff lässt sich grob in einen Teil nördlich und einen Teil südlich des Stegs unterteilen. Der südliche Teil reicht bis zur Bucht des benachbarten Shams Alam Resorts, wo es zusätzlich noch eine Seegraswiese gibt, die von häufig von Meeresschildkröten und sogar einem Dugong aufgesucht wird. Jedoch sollte für solch eine Tour viel Zeit eingeplant werden und man sollte die nötige Kondition haben. Auf dem Weg entlang des südlichen Riffs bekommt man schon quasi alles zu sehen, was das Rote Meer zu bieten hat. Hier haben wir Rochen, Barrakudas und Muränen sehen können. Besonders interessant ist die Putzerstation über einem großen Korallenblock. Dieser befindet sich am Eingang der kleinen Lagune. Hier konnten wir einige größere Schnapper und Barsche beobachten, wie sie sich haben putzen lassen. In der Lagune selber kann man mit etwas Glück auch noch auf einige Rochen oder Schildkröten treffen. Das Südriff bietet vor allem viele wunderschöne Korallenformationen an denen man schnell die Zeit vergisst. Aus diesem Grund haben wir es auch nie ganz bis Shams Alam geschafft. Was wir uns fürs nächste Mal unbedingt vorgenommen haben.

Der nördliche Teil des Hausriffes lässt in die Riffkante und die vor dem Strand liegende Lagune unterteilen. Die Riffkante ist ebenfalls mit schönen Korallen bewuchert; auch wenn die Formationen noch nicht ganz „spektakulär“ sind wie am Südriff. Da wir bis jetzt relativ wenig am Südriff unterwegs waren, können wir zu den Tieren dort nicht allzu viel sagen. Jedoch haben wir von einigen Riffhaisichtungen in diesem Bereich gehört. Es scheint für Großfischsichtungen wohl der bessere Platz zu sein. Irma konnte dort z.B. bei ihrem Tauchkurs einen großen Thunfisch beobachten, den sie im ersten Moment noch für einen Hai hielt.

Die Lagune vor dem Strand lässt sich über zwei gekennzeichnete Eingänge am Strand „betreten“, wobei man sich so früh wie möglich ins Wasser legen sollte, um nicht auf einen kleinen Skorpionsfisch zu treten, die verdammt gut getarnt sind und meist keine Anstalten machen aus dem Weg zu gehen. Die Lagune selbst ist meist nicht tiefer als 3m und besteht aus einer großen Sandfläche, die an einigen Stellen mit Seegras bewachsen ist. Die Korallen am Rande der Lagune sind meist nicht sehr groß oder abgestorben, da hier in den Sommermonaten das Wasser wahrscheinlich einfach zu warm ist. Die Lagune eignet sich aber bestens für weniger geübte Schwimmer, die sich bei rauerem Wetter nicht weit raus trauen. Dort kann man sich wunderbar auf die Suche nach den unzähligen Blaupunktrochen zu machen, die in der gesamten Lagune zu finden sind.

Eine besonders sehenswerte Tour bei Hochwasser ist der Weg über die Lagune bis an die Riffkante. Auf dem Weg über das Riffdach finden sich noch paar kleine tiefere Löcher, die auch immer einen Blick wert sind. Hier halten sich häufig große Fledermaus- und Kugelfische auf. Am Ende des Riffdachs stößt man auf ein großes blaues Loch, in dem die Sicht immer recht schlecht ist. Deshalb kann ich auch nicht sagen, wie tief es hier ist. Diese „bluehole“ hat einen kleinen Ausgang zur Riffkante, an der man dann gemütlich mit der Strömung zurück zum Steg schwimmen kann.

Fazit

Aufgrund der oben genannten Vorteile und vor allem familienfreundlichen Atmosphäre, würden wir definitiv wieder das Gorgonia als Hotel in Betracht ziehen. Fun Fact: Im Februar 2020 haben wir das Hotel tatsächlich für den April gebucht gehabt. Wir alle wissen, warum wir dort nicht gelandet sind.

Du planst deinen Ägypten Urlaub und überlegst, an was man alles denken muss? In unseren weiteren Blogbeiträgen geben wir Tipps für die Reisevorbereitung und verraten dir drei einfache Methoden, wie man definitiv Pauschalreisen mit Direktflügen nach Marsa Alam findet.

Erster Urlaub in Ägypten – Tipps für die Reise­vorbereitung

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2 Replies to “Hotel Gorgonia Beach Resort – Marsa Alam”

  1. Diane says: Februar 9, 2022 at 8:03 am

    Hallo, wir fahren dieses Jahr im April ins Gorgonia Beach. Wir haben zwei Kinder, 10 und 8 und würden gerne schnorcheln gehen und von eurer Erfahrung profitieren. Ist schnorcheln dort mit Kids überhaupt möglich, oder ist die Strömung zu stark? Und wenn ja, ist es ratsam, sich einen shorty oder dergleichen zuzulegen oder reicht Badekleidung? Lange bleiben wir nicht im Wasser, aber immer wieder mal. Liebe Grüße und danke für die Antwort im Voraus. Diane

    1. Irma says: Februar 9, 2022 at 9:27 pm

      Hallo Diane,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Mit dem Gorgonia Beach habt Ihr euch ein super Hotel für eure Familie ausgesucht. Bzgl. des Schnorchelns können wir euch beruhigen. In Marsa Alam herrscht grundsätzlich eine Nord-Süd Strömung, die aber an 90% der Tage kaum spürbar ist. Solltet Ihr euch erst unsicher sein, schwimmt einfach immer gegen die Strömung vom Steg weg. Ihr könnt dann notfalls immer mit der Strömung zurückschwimmen. Falls es euch mal ein wenig zu windig und zu wellig sein sollte, könnt Ihr auf die ruhige Lagune vor dem Strand ausweichen, wo man nichts mehr von der Strömung spürt.
      Wir waren auch einmal im April in Marsa Alam und es war warm genug, um mit normaler Badekleidung schnorcheln zu gehen. Wenn Ihr nur kurz ins Wasser wollt, braucht Ihr also streng genommen keinen Shorty. Das Kälteempfinden ist aber natürlich bei jedem unterschiedlich. Wir würden für einen Ägypten Urlaub deshalb immer einen dünnen Neoprenanzug oder Shorty empfehlen um doch mal etwas länger im Wasser bleiben zu können. Man kann ja nie wissen was gerade so Spannendes auf einen wartet 🙂

      Viele Grüße und ganz viel Spaß im Gorgonia

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