Elternzeit in Südafrika – Planung & Reise­vorbereitung

Planung & Vorbereitung für unsere Elternzeitreise nach Südafrika

Wie kamen wir eigentlich auf die Idee fast vier Monate während unserer Elternzeit in Südafrika zu verbringen? Lustigerweise haben wir diese Entscheidung bereits an dem Tag getroffen, als ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt. Was von vielen Menschen in unserem Umkreis zunächst als Spinnerei abgetan wurde, war für uns ein ernsthaftes Ziel. Wir hatten eine klare Idee im Kopf, wussten wo wir unsere Elternzeitreise verbringen möchten, und hatten auch schon einen ungefähren Zeitplan. Als wir ca. zwei Monate vor Reisebeginn alles in trockenen Tüchern hatten und die Idee langsam zur Wirklichkeit wurde, bekamen wir viele Fragen gestellt, wie wir denn alles organisieren würden. Schließlich ist der Organisationsaufwand für eine Elternzeitreise um einiges höher und komplizierter als für einen Urlaub. Daher haben wir eine Übersicht erstellt über alle wichtigen Punkte zur Reiseplanung und -vorbereitung für eine Elternzeitreise in Südafrika.

Zeitplan & Reisezeit

Bei der Überlegung, wann wir unsere Elternzeitreise machen möchten, spielten einige Faktoren eine große Rolle.

Das Alter unseres Kindes war einer davon. Uns war klar, dass wir nicht mit einem Säugling auf Reisen gehen möchten. In unserer Vorstellung sollte unser Baby bereits etwas selbstständiger sein, sollte sich fortbewegen können, selbstständig sitzen können usw. Und das macht den Aufenthalt tatsächlich um einiges entspannter. Vom Alter hängt zum Beispiel auch ab, wie sich das Baby aktuell ernährt. Muss es gestillt werden oder kann es bereits selbstständig essen? Gibt es passende Milchnahrung / Gläschen für mein Baby in dem Ort, wo die Elternzeitreise stattfindet? Natürlich können nicht alle Fragen dazu aus der Ferne geklärt werden, aber es hilft, sich damit im Voraus zu befassen.

Ein anderer Faktor unserer Überlegung war die Jahreszeit. Möchte man dem deutschen Winter entfliehen und die Monate in einem warmen Ort verbringen? In welchen Ländern bietet sich das an? Diese Gedanken haben uns nach Südafrika geführt, denn die Jahreszeiten sind dort sozusagen spiegelverkehrt. Wir waren von September bis Dezember im östlichen Teil von Südafrika und haben den späten Frühling sowie den frühen Sommer miterlebt, während es in Deutschland geschneit hat. Manche Länder, z.B. in Südostasien haben in bestimmten Monaten eine Regensaison, die man als Deutscher eventuell nicht sofort auf dem Schirm hat. Die Klimadiagramme des jeweiligen Landes sollten also im Voraus genau angeschaut werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Für den Zeitplan muss man sich als nächstes über die Dauer der Elternzeitreise Gedanken machen. Und wer tatsächlich mit einer längerfristigen Reise liebäugelt, sollte sich mit den Visabestimmungen des Ziellandes auseinandersetzten.

Visum für Touristen in Südafrika

In Südafrika bekommt man bei Einreise ein Touristenvisum für 90 Tage ausgestellt. Für den Fall, dass man länger bleiben möchte, gibt es die Möglichkeit das erhaltene Visum nochmal um weitere 90 Tage zu verlängern. Diese Verlängerung kann ausschließlich vor Ort in Südafrika beantragt werden. Jedoch ist zu beachten, dass man sich schon vor Antritt der Reise überlegen sollte, ob man länger als 90 Tage im Land bleiben möchte. Der Grund dafür ist, dass die Verlängerung des Visums innerhalb der ersten 30 Tage nach Einreise beantragt werden muss. So weit so gut. Was sich so einfach und unkompliziert anhört, ist in der Praxis nicht immer so leicht. Aus diesem Grund wollen wir euch den Weg erleichtern und euch viel eigene Recherche ersparen. In unserem Blogbeitrag Touristenvisum in Südafrika verlängern – eine Anleitung zeigen wir Schritt für Schritt auf, wie man sein Visum in Südafrika verlängern kann. Hier geht es zum Blogbeitrag.

Hinweis: Solltet ihr euch entscheiden, das Touristenvisum in Südafrika zu verlängern, ist eine internationale Geburtsurkunde eures Kindes für den Antrag notwendig.

Reiseroute oder feste Basis?

Wir haben also Südafrika als unser Zielland festgelegt. Die nächste Frage war: Möchten wir in Südafrika richtig rumreisen, von A nach B, und dabei ganz viel sehen und viele Erlebnisse und Eindrücke sammeln? Oder reicht es uns, an einem Ort zu verweilen? Wir haben uns aus praktischen Gründen für die zweite Variante entschieden, allerdings mit dem Kompromiss zwischendurch einige Kurztrips bzw. Wochenendausflüge in die nähere Umgebung zu machen. D.h. wir haben für uns Port Elizabeth als Basis gewählt, wo wir über die gesamte Zeit eine feste Unterkunft hatten und uns dort mit unserem Gepäck richtig einquartiert haben. Gerade wenn man den Aufenthalt mit Baby plant, benötigt man eine bestimmte Ausstattung wie Babybett und Babystuhl. Wir haben alle wichtigen Sachen direkt am Anfang in Babyfachgeschäften gekauft und mussten uns die restliche Zeit darüber keine Gedanken mehr machen. Mit ein wenig Glück kann man große Anschaffungen sogar hinterher wieder verkaufen. Dafür eignen sich z.B. lokale Facebook Gruppen, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben.

Viele Familien reizt es natürlich auch, gerade in Südafrika, eine bestimmte Route abzufahren, um möglichst viel vom Land zu sehen. Vor allem die Garden Route ist dabei besonders beliebt und bietet sicherlich auch schöne Ausflugsziele. Man muss allerdings bedenken, dass diese Variante mit deutlich mehr Organisationsaufwand verbunden ist. Wir haben bei unseren Kurzausflügen die Erfahrung gemacht, dass zwar viele Unterkünfte Babybetten anbieten, während Babystühle nicht überall selbstverständlich sind. Vor allem kleinere Lodges sollten vorher diesbezüglich besser kontaktiert werden. Wenn man diesen Aufwand allerdings auf sich nehmen möchte, kann man hinterher mit Sicherheit auf eine aufregende Zeit mit vielen Eindrücken zurückblicken.

Unsere Elternzeit in Südafrika

Wohnung / Unterkunft suchen

Die uns am häufigsten gestellte Frage war, wie wir das mit der Wohnung machen. Wenn man also keine Reiseroute plant, sondern wie wir eine Unterkunft für über drei Monate sucht, lohnt es sich nach einer zur Langzeitmiete Ausschau zu halten. Hierbei bieten sich vor allem Ferienwohnungen an, zumal diese meistens mit einer Küche ausgestattet sind und man sich somit selbst verpflegen kann. Am besten informiert man sich vorher bereits über den Ort und grenzt ein, wo man sich einen längeren Aufenthalt vorstellen könnte. Idealerweise hat man einen favorisierten Stadtteil oder sogar eine Anlage im Auge, nach der man dann speziell suchen kann.

Soweit die Theorie. In unserem Fall haben wir uns wie gesagt auf Port Elizabeth festgelegt und wussten bereits, dass nur die Gegend Summerstrand für uns in Frage kommt. Einerseits weil es eine verhältnismäßig sichere Umgebung ist, andererseits weil wir uns dort schon auskannten. Aus diesem Grund war uns auch eine bestimmte Ferienanlage (das Summerseas) bereits bekannt, die unser Favorit war. Eine Wohnanlage, auch als Gated-Community bekannt, bietet in Südafrika viele Vorteile. Es handelt sich um geschützte und bewachte Area, wodurch mehr Sicherheit gewährleistet wird, auf die wir großen Wert gelegt haben. Außerdem ist es meist sehr gepflegt und bietet auch gemeinschaftliche Treffpunkte, wie z.B. ein Pool oder eine Barbecue Area. So weit so gut. Wir wussten also wo wir am liebsten unterkommen, aber wie kommt man nun an seine Traumwohnung?

Summerseas Apartments, Ferienwohnungen in Port Elizabeth
Summerseas, Blick auf den Pool
Summerseas, Ausblick vom Wohnzimmer
Summerseas, Eingang zum Strand
Summerseas, direkte Strandlage

Wie findet man eine Wohnung über Airbnb?

Unsere erste Anlaufstelle war das wohl allseits bekannte Airnbn Portal, wo man definitiv auch nach Langzeitmieten schauen kann. Wir haben dabei zunächst nur nach Port Elizabeth gesucht, ohne dabei das Datum einzugrenzen. Dies ist wichtig, weil man sonst potenzielle Unterkünfte schon von vornherein ausschließen würde, die unter Umständen trotzdem zu haben sind. Später kann man dank der Kalenderansicht einsehen, in welchen Wochen und Monaten eine Unterkunft noch verfügbar ist. Sehr hilfreich ist zudem die Kartenansicht bei Airbnb. Wenn man bereits weiß, in welchem Gebiet man wohnen möchte, kann man die Suche dank der Karte sehr gut eingrenzen.

Ein Tipp an dieser Stelle: Sollte eine Unterkunft an bestimmten Tagen oder Wochen ausgebucht sein, lohnt es sich trotzdem eine Anfrage an den Host zu stellen; vor allem wenn man an einer Langzeitmiete interessiert ist. Manche Hosts blocken die Unterkunft manchmal für sich selbst oder haben mehr als eine Unterkunft, sodass sie auf solche Anfrage flexibel reagieren können. Kommunikation ist dabei echt Goldwert. Zu beachten ist, dass einem Airbnb die Kommunikation mit dem Host abseits der Plattform sehr erschwert. Der Austausch von Handynummern oder Mailadressen sind nahezu unmöglich, denn diese werden von der KI geschwärzt. (Wenn jemand einen Tipp hat, wie man es umgehen kann, gerne her damit). Man muss außerdem bedenken, dass eine direkte Buchung über Airbnb keinen großen Spielraum mehr für der Preisverhandlung bietet. Daher lohnt es sich nochmal zu googeln, ob die Unterkunft eventuell über eine andere Plattform angeboten wird.

Property24 – das Immobilienportal von Südafrika

Unsere zweite Anlaufstelle war das lokale Immobilienportal von Südafrika „Property24“, das mit dem deutschen Immobilienscout vergleichbar ist. In Südafrika ist es zudem nicht unüblich, dass Appartements möbliert vermietet werden. Auf dem Portal haben wir gezielt nach der Unterkunft in dem Komplex Summerseas gesucht, die wir bereits bei Airbnb gefunden haben. In diesem Fall haben wir nicht den Host direkt kontaktiert, sondern die Immobilienagentur, die dazwischengeschaltet war. Preislich hatten wir dabei keinen Nachteil. Durch die Langzeitmiete haben wir sogar einen besseren Preis über Property24 erhalten, als es bei Airbnb der Fall gewesen wäre. Den Mietvertrag haben wir mit der Agentur geschlossen und hatten so immer eine Ansprechpartnerin über die gesamte Zeit.

Fun Fact am Rande: Sehr häufig wird der Mietpreis pro Monat ohne Strom angegeben. Dies liegt daran, dass die Unterkünfte in Südafrika einen kleinen Stromzähler mit einer Prepaid Funktion haben. Zum Aufladen kauft man einen Code in einem Supermarkt oder einer Tankstelle und gibt diesen im Stromkasten ein. Über einen Zähler kann man also jeden Tag seinen Stromverbrauch kontrollieren und muss entsprechend aufpassen, dass der Zähler nicht gegen Null läuft. In diesem Fall bräuchte man dann nämlich Kerzen. Wir empfehlen, sich vorher zu erkundigen, wo man den Strom genau kaufen kann, da nicht alle Supermärkte eine Verkaufsstelle haben. Für unsere Unterkunft in Summerstrand haben wir den Strom im SPAR oder in der Engen Tankstelle gekauft.

Wohnung in Deutschland

Wenn wir schon über das Thema Wohnung und Unterkunft während der Elternzeit reden, dürfen wir unsere eigene Wohnung in Deutschland nicht außer Acht lassen. Hierzu sollte sich jeder darüber Gedanken machen, ob man die Wohnung leer stehen lassen möchte. Dies erhöht zwar die eigene Flexibilität, aber verursacht automatisch höhere Kosten. Schließlich zahlt man dann quasi doppelt Miete – in Deutschland und im Ausland. Eine Alternative ist es, die Wohnung während dieser Zeit für eine Zwischenmiete anzubieten. Allerdings muss nicht nur der Vermieter damit einverstanden sein, sondern man selbst sollte dabei auch ein gutes Gefühl haben. Andernfalls ist es keine gute Option.

Bleibt die Wohnung während der Elternzeit also leer, empfehlen wir dennoch einige Vorkehrungen: Back-Up Schlüssen bei Familie oder Freunden lassen, Postumleitung, jemanden fürs Blumen gießen beauftragen, usw.

Mietwagen buchen

Wer einen Langzeitaufenthalt in Südafrika plant, wird vermutlich nicht drum rumkommen, ein Mietauto zu buchen. Man möchte schließlich was vom Land sehen und dafür braucht man in Südafrika definitiv ein Auto. Die allbekannten, kommerziellen Anbieter sind für einen längeren Zeitraum allerdings nicht gerade günstig. Daher empfehlen wir, gezielt nach einem Long Term Car Rental zu suchen. Wir haben von unserer Immobilienagentur den Tipp bekommen, bei Pace Car Rental South Africa nachzufragen und wurden dort tatsächlich fündig.

Solltet Ihr eure Reisepläne bereits weit im Voraus kennen, lohnt sich aber auch immer ein kurzer Check bei den üblichen Mietwagenanbieter. Wenn man weit im Voraus bucht, können die Preise durchaus mit denen von Pacecar mithalten. Hier bietet sich immer der Weg über ein Vergleichsportal wie Check24 um nicht alle Anbieter einzeln aufzurufen.

Gut zu wissen: In Südafrika gibt es viele schöne (Game) Lodges, die nicht immer einfach zu erreichen sind. Wer solch einen Ausflug plant, sollte sich vorher mit der Route vertraut machen. Manche Lodges sind so abseits gelegen und haben einen schwierigen Fahrweg, dass man dafür ein 4×4 Geländewagen benötigt. Mit einem Kleinwagen kann die Fahrt also echt abenteuerlich werden.

Dringende Empfehlung: Es ist nicht unüblich und in Südafrika leider tatsächlich an der Tagesordnung, dass in die Autos eingebrochen wird. Man sollte also dringend darauf achten, dass man nichts, vor allem keine Wertsachen, im Auto liegen lässt. Dabei ist es egal, ob die Sachen sichtbar sind oder nicht. Selbst im Handschuhfach sollte man nichts lagern. Denn die Diebe lauern tatsächlich überall und beobachten die Touristen. Die Erfahrung eines Autoeinbruchs haben auch wir schon hinter uns.

Unsere Learnings daraus:

  1. Auto immer leer lassen
  2. Immer eine Versicherung gegen Glass Schäden dazu buchen

Denn meistens geschieht der Einbruch über das Autofenster.

Benötigt man einen internationalen Führerschein in Südafrika? Offiziell ja! Unsere Erfahrung hat uns bisher immer gezeigt, dass der normale Führerschein für eine Mietwagenbuchung ausreicht. 

Passenden Flug buchen

Einen passenden Flug zu buchen mag sich zunächst banal anhören, aber einen Flug mit Baby zu buchen nimmt tatsächlich eine andere Dimension an. Es fängt damit an, dass man die Flugzeiten und/ oder Umstiegszeiten beachten sollte. Um uns den Stress zu ersparen, haben wir auf einen Direktflug gesetzt, der nachts stattfand. Der große Vorteil ist: Das Baby ist die meiste Zeit am Schlafen und muss nicht über 10 Stunden lang unterhalten werden. Einzige Voraussetzung ist, dass das Baby bequem sitzen oder liegen kann. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt: Flugticket und der Sitzplatz beim Baby. Da ist zu beachten, dass bei einer Flugbuchung zwischen Babys (meist bis 23 Monate) und Kleinkindern (ab 2 Jahren) ein Unterschied gemacht wird. Für Kinder unter 2 Jahren ist im Regelfall kein Sitzplatz vorgesehen. Stattdessen sitzt das Baby auf dem Schoss der Eltern – und das den gesamten Flug. Dies ist nicht nur eine unbequeme Angelegenheit, sondern auch eine unsichere Art und Weise mit Baby zu fliegen. Man kann also auch ein extra Sitzplatz für ein Baby dazu buchen, was wir jedem empfehlen würden. Eine Online Buchung dieser Art kann je nach Airline etwas komplizierter sein. Ein paar Hinweise zur Flugbuchung sowie Tipps für einen Langstreckenflug mit Baby haben wir in einem separaten Blogpost zusammengestellt: Fliegen mit Baby Teil 1: Tipps für einen Langstreckenflug

Wir empfehlen, sich mit den Gepäckbestimmungen des jeweiligen Fluges im Voraus auseinander zu setzen. Bucht man für sein Baby einen separaten Sitzplatz, bekommt es auch die gleiche Gepäckfreigabe wie die Eltern. Man sollte zudem frühzeitig einmal alles probepacken und sichergehen, dass alle Koffer, Gepäckstücke noch funktionsfähig sind.

Übrigens, bei vielen Fluggesellschaften dürfen der Reisebuggy sowie die Babyschale kostenlos mittransportiert werden. 

Reisepass

Zu den wichtigsten Reisedokumenten gehört verständlicherweise der Reisepass – und zwar nicht nur für die Eltern, sondern auch für das Kind. Es ist darauf zu achten, dass beim Rückflug nach Deutschland der Reisepass noch weitere sechs Monate gültig ist. Was bei Reisepässen von Erwachsenen meistens kein Problem ist, kann bei Kinderreisepässen schon mal knapp werden. Für Kinder bis zum 12. Lebensjahr werden nämlich Kinderreisepässe ausgestellt, die nur ein Jahr gültig sind. Deshalb empfehlen wir die Reisepässe rechtzeitig vor der Abreise auf ihre Gültigkeit zu überprüfen. Während Kinderreisepässe meistens noch am gleichen Tag ausgestellt werden können, kann die Bearbeitungszeit bei normalen Reisepässen schon mal ein paar Wochen in Anspruch nehmen.

Reiseimpfungen

Zum Thema Reiseimpfung bietet die Seite des Auswärtigen Amtes passende Informationen für das Zielland. Wir empfehlen zudem sich mit dem Hausarzt / Kinderarzt in Verbindung zu setzen, der einen diesbezüglich umfangreich beraten kann. Weitere Infos kann man auch bei der eigenen Krankenkasse anfragen. Es lohnt sich zu prüfen, ob die gesetzliche Krankenversicherung die Reiseimpfungen übernimmt oder teilweise erstattet. Auch hier muss man meist zunächst in Vorkasse gehen.

Gerade wenn die Reise nach Südafrika geht, fragen sich viele, was in Hinsicht auf Malaria zu beachten ist. Auch dazu sollte man sich am besten vom Arzt beraten lassen. Tatsächlich hängt der Risikograd von dem Ort ab, wo man sich in Südafrika aufhält. Unter Anderem ist die Provinz Mpumalanga für hohes Malaria bekannt, wo sich viele Touristen aufgrund des Krüger National Parks aufhalten. Zur Vorbeugung kann man sich entsprechende Medikamente vom Hausarzt verschreiben lassen. Und zum Schluss nicht vergessen, den Impfausweis mit einzupacken.

Wichtig ist, sich um die Reiseimpfungen rechtzeitig zu kümmern, damit man bei Reiseantritt einen ausreichenden Impfschutz hat.

Auslands­­kranken­versicherung

Ein nerviges, aber dennoch notwendiges Thema: Auslandskrankenversicherung! Sollte jeder haben, aber welche ist die Richtige? Seit wir reisen, buchen wir unsere Auslandskrankenversicherung immer bei der HanseMerkur und können diese uneingeschränkt weiterempfehlen. Da es bei der HanseMerkur allerdings mehrere Tarife für unterschiedliche Zwecke gibt, haben wir eine separate Übersicht erstellt, welche Auslandskrankenversicherung wann und für wen geeignet ist. Hier geht es zum Blogbeitrag Auslands-Krankenversicherung der HanseMerkur – Unsere Erfahrungen.

Die Kurzfassung an dieser Stelle: Wir als Familie haben für uns die Jahres-Auslandskrankenversicherung für 32 € im Jahr gebucht, die sich jährlich verlängert. Diese gilt für beliebig viele Reisen im Jahr, ist aber auf eine Reisedauer von 56 Tage pro Reise beschränkt. Damit besteht also schon mal Versicherungsschutz für unsere Urlaubsreisen.

Wenn längere Auslandsaufenthalte bei uns anstehen, buchen wir für gewöhnlich eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung von der HanseMerkur hinzu, weil die Jahres-Auslandskrankenversicherung dann nicht mehr greift. Eine langfristige Auslandskrankenversicherung gilt nur für eine Reise und kann für eine Reisedauer bis zu 93 Tagen oder von 94-365 Tagen gebucht werden. Für unsere Elternzeitreise in Südafrika haben wir den Basic Tarif der RK 365 gebucht und damit 1,75 € pro Person pro Tag bezahlt.

Wichtig: Die Auslandskrankenversicherung sollte in jeden Fall vor Reisebeginn abgeschlossen werden, damit sie ihre Gültigkeit hat.

Kreditkarte für Reisen und Ausland

Wer eine Auslandsreise plant, kommt nicht drum herum, mindestens eine Kreditkarte zu haben. Aus Sicherheitsgründen tendieren wir sogar zu zwei Kreditkarten. Es kann jedem Urlauber passieren, dass die Karte verloren geht oder im schlimmsten Fall gestohlen wird. Da ist es doch beruhigend zu wissen, wenn man noch eine Back-Up Karte in der Hinterhand hat.

Während unserer Elternzeit in Südafrika hatten wir zwei Visa Karten und eine Mastercard Gold. Bei Visa Karten muss man zwischen den klassischen Kreditkarten und den Debitkarten unterscheiden. Wir hatten uns für die Visa Kreditkarte von der DKB entschieden, die zu dem Zeitpunkt noch kostenlos war. Mittlerweile kostet diese 2,49 € pro Monat. Deshalb nutzen wir inzwischen die Visa Debitkarte von der DKB, die zwar keinen Verfügungsrahmen bietet, aber trotzdem viele Vorteile mit sich bringt. Diese ist dauerhaft kostenlos und direkt mit unserem Girokonto von der DKB verknüpft. Mit der Visa Debitkarte kann man weltweit kostenlos bezahlen und Geld abheben, vorausgesetzt man hat den Aktivkunden-Status. Damit werden unsere Hauptanforderungen erfüllt. -> Hier geht es zur DKB Visa Debitkarte.

Zahlungen im Ausland vornehmen

Nun kann es im Ausland aber auch Fälle geben, dass man eine Zahlungsaufforderung bekommt und die Kreditkarte dafür nicht nutzen kann. Hier sprechen wir vor allem davon, wie man eine monatliche Rechnung, z.B. für die Unterkunft, in Fremdwährung begleichen kann. Natürlich könnte man von seinem Girokonto eine Überweisung in Fremdwährung tätigen. Aus Erfahrung dauert es aber ziemlich lange und kann aufgrund der Währungsumrechnung hohe Gebühren mit sich ziehen. Um die Rechnung also möglichst günstig und schnell begleichen zu können, gibt es mittlerweile sehr gute Alternativen zur klassischen Banküberweisung.

Auslandsüberweisung mit Paypal und Xoom

Die erste Option ist eine Zahlung per Paypal. Diese ist den meisten wahrscheinlich auch bekannt und ist grundsätzlich für schnelle und unkomplizierte Zahlungen weltweit gut geeignet. Allerdings brauchen hier immer beide Seiten einen Paypal Account. Leider ist Paypal in Südafrika und in vielen anderen Ländern nicht sehr weit verbreitet und fiel somit als Zahlungsmöglichkeit leider aus. Da Paypal dies wohl auch erkannt hat, hat das Unternehmen eine zweite Plattform namens Xoom gegründet. Der Unterschied besteht hier, dass man über diese Plattform Überweisungen auf ausländische Bankkonten tätigen kann und das Ganze in der Regel nur einen Werktag dauert. Zusätzlich kann der Status der Überweisung laufend getrackt werden und die Kosten sind im Vorfeld transparent ausgewiesen.

Auslandsüberweisung mit Wise

Die dritte Möglichkeit, die wir am Ende auch genutzt haben, ist die Plattform Wise. Diese bietet genauso wie auch Xoom sehr schnelle Überweisungen auf ausländische Konten an. Die Beträge könnt Ihr dann von eurer Kreditkarte oder per Lastschrift von eurem Girokonto abbuchen lassen. Wir haben uns damals für Wise entschieden, da wir die Plattform grundsätzlich übersichtlicher fanden und die Konditionen (Gebühren und Wechselkurs) noch etwas günstiger waren als bei Xoom. In der Praxis war das Geld für unsere Miete dann auch tatsächlich nach spätestens zwei Tagen auf dem südafrikanischem Empfängerkonto angekommen. Im Vergleich dazu hat die Überweisung der Kaution an den selbem Empfänger über unser deutsches Girokonto fast 2 Wochen gebraucht. Aus diesem Grund können wir Wise als Plattform für Auslandsüberweisungen auf jeden Fall weiterempfehlen.

Hier könnt ihr euch bei Wise anmelden

Ausstattung für Baby/ Kleinkind während der Elternzeit

Als Pärchen musste man früher nie daran denken, aber als Eltern geht es kaum ohne: Die Ausstattung für das Baby bzw. Kleinkind während der Reisen. Es fängt mit kleinen Dingen an wie dem passenden Wickelrucksack bis hin zum perfekten Reisebuggy. Was darf in dem Baby Handgepäck auf keinen Fall fehlen? Hilfreiche Tipps sind in unserem zweiten Blogbeitrag zum Thema “Fliegen mit Baby” nachzulesen: Fliegen mit Baby Teil 2: Checkliste für das Handgepäck

Die wichtigsten zwei Gegenstände, die wir von Deutschland bereits mitnehmen konnten, waren definitiv unser Reisebuggy (Mast M.2) und die Babytrage von Ergobaby (OMNI 360 COOL AIR Mesh).

Darüber hinaus fragt man sich, was man vor Ort alles an Ausstattung fürs Kind eventuell benötigt. Da wir eine feste Basis hatten und über drei Monate in Südafrika waren, haben wir uns dazu entschlossen ein Babybettchen und ein Babystuhl neu anzuschaffen. In Port Elizabeth gibt es einige Baby Fachmärkte, wo man problemlos an die Sachen kommt wie z.B. Toys r Us bzw. Babies r Us. Es lohnt sich aber auch in den großen Hypermärkten wie z.B. Checkers Hypermarkt, Pick n Pay Wholesale oder GAME zu gucken. Auch in diesen Märkten gibt es eine Babyabteilung, die zwar keine hochwertige, jedoch eine günstige Babyausstattung enthält.

Was das Babybettchen betrifft waren wir erstaunt, dass es in den meisten Fachmärkten keine klassischen Gitterbettchen zu kaufen gab. Stattdessen haben wir nur Reisebettchen vorgefunden, was für unsere Zeit vollkommen ausreichend war. Babystühlchen gibt es dagegen in verschiedensten Varianten. Unter anderem kann man in Südafrika das klassische Babystühlchen Modell finden, welches man auch bei Ikea zum Einstiegspreis bekommt. Es gibt Südafrika zwar kein Ikea, aber in den Hypermärkten kann man fündig werden.

Am Ende der Reise stellt sich die Frage, was man mit der Neuanschaffung macht. Mit nach Deutschland nehmen? Bei den Preisen auf jeden Fall nicht lohnenswert. Wir haben in lokalen Facebook Gruppen die Sachen zum Verkauf angeboten und konnten diese tatsächlich zu einem guten Preis loswerden. Die Differenz haben wir für uns einfach als Mietgebühr betrachtet.

Natürlich entscheidet sich nicht jede Familie dazu, während der Elternzeitreise an einem Ort zu verweilen. Die Mehrheit wird wahrscheinlich dazu tendieren, eine Rundreise zu unternehmen. Und aus Erfahrung können wir bestätigen, dass es durchaus genug Hotels, Lodges oder Airbnb Unterkünfte gibt, die ein Babybett zur Verfügung stellen. Dies kann man z.B. bei Booking.com schon sehr gut vorher einsehen.

Insgesamt können wir also festhalten, dass Südafrika ein sehr kinderfreundliches Land ist und man sich bezüglich der Ausstattung für das Baby oder Kleinkind keine allzu großen Sorgen machen muss.

Technische Ausstattung für Südafrika

Dieser Part dürfte für alle Südafrika Interessierte relevant sein, unabhängig davon ob man als Familie, als Paar oder alleine reist. Hierbei geht es um hilfreiche Technikausrüstung, die speziell auf einer Südafrika Reise nicht fehlen sollte. Auf Fotokameras, Laptops und ähnliches technisches Equipment gehen wir hier nicht weiter ein, sondern stellen eher die kleinen, aber mindestens genauso wichtigen Dinge vor.

Steckdosenadapter in Südafrika

Kommen wir zum wichtigsten Utensil: Dem Steckdosenadapter. In Südafrika herrschen andere Steckdosen Standards als in Deutschland. Mit den deutschen Steckern wird man in den meisten Fällen also keinen Strom bekommen. In den größeren Supermärkten wird man notfalls auch Steckdosenadapter finden können, jedoch sollte man sich nicht darauf verlassen. Wenn man Glück hat, stellt die Unterkunft passende Steckdosenadapter zur Verfügung. Die Frage ist, ob es einem reicht. Gerade wenn man häufig Laptops oder Kamera Akkus laden muss, sollte man sich mit ausreichend Steckdosenadapter im Voraus eindecken.

Was man unter Umständen auch laden muss, ist eine Powerbank für das Smartphone. Und damit meinen wir keine Mini Powerbank, sondern eine die richtig Bums hat. Denn wenn man Pech hat, wird man die Erfahrung eines Load Sheddings machen. Load Shedding ist in Südafrika keine Seltenheit und bedeutet so viel wie geplanter Stromausfall. Dabei wird für mehrere Stunden (wenn’s gut läuft zwei Stunden) der Strom in bestimmten Stadtteilen ausgeschaltet. Wenn’s schlecht läuft, kann es auch schon mal fünf Tage dauern, dass man keinen Strom hat (been there, done that). Kein Witz! Und dann sitzt man in der Mall und lädt sein iPhone in einem Restaurant oder gönnt sich einen besonders langen Frisörbesuch, um dort die Powerbank zu laden. Touristen, die in Hotels schlafen, werden davon allerdings nichts mitbekommen. Um diesem Problem entgegenzutreten und sich unabhängiger vom Stromversorger zu machen, haben viele Hotels eigene Generatoren, die eine zuverlässige Stromlieferung ermöglichen. Wenn man aber nun nicht im Hotel wohnt, sondern in einem Ferienapartment, wird man sich vorher entsprechend ausrüsten müssen. Eine (vollgeladene) Powerbank hilft dabei natürlich, weiterhin online sein zu können, aber sollte nicht als alleiniges Hilfsmittel betrachtet werden. Wir empfehlen darüber hinaus auch starke Taschenlampen, Kerzen oder ähnliche Dinge zu besorgen, um abends nicht im Dunkeln zu sitzen. Und wer längerfristig in Südafrika bleibt, sollte darüber nachdenken, einen Camping Gaskocher zu beschaffen. Diese gibt es meist in den Hypermärkten wie Checkers und sind in solchen Situationen Goldwert. Gerade mit Kind möchte man ja in der Lage sein, kochen zu können.

  • Powerbank (RealPower PB-20K PD 20000 mAh) idealo.de
  • Powerbank (Anker PowerCore 20100 mAh) idealo.de

Sim Karte

Um in Südafrika Online zu sein, bietet es sich unabhängig von der Aufenthaltsdauer immer an eine örtliche Sim Karte zu kaufen. Die Netzabdeckung und Geschwindigkeit in Südafrika waren an allen Orten immer sehr gut und häufig schneller als das angebotene WLAN. Anbieter für Prepaid Sim Karten, die an nahezu jeder Supermarktkasse wieder aufgeladen werden können, gibt es in Südafrika einige. Am meisten verbreitet sind Vodacom (Vodafone), CellC, Telkom und MTN. Preisunterschiede zwischen den Anbietern kann es schon mal geben, was sich am Ende auch in der Geschwindigkeit widerspiegelt. Grundsätzlich unterscheiden sich die Preise für die Datentarife aber kaum von denen hier in Deutschland. Wir haben uns bei all unseren Aufenthalten immer für Vodacom entschieden, weil es die beste Netzabdeckung und höchste Geschwindigkeit hat. Wir empfehlen direkt bei der Ankunft am Flughafen in Südafrika eine Simcard zu kaufen, da man manchmal schneller das Internet braucht als man denkt z.B. für das Buchen eines Uber Taxis.

WLAN-Router für Langzeit Aufenthalte

Für alle die einen deutlich längeren Aufenthalt z.B. in einem angemieteten Ferienhaus oder einem Apartment planen, empfehlen wir sich im Vorfeld genau zu erkundigen ob in der Miete ein Internetanschluss mit WLAN inbegriffen ist. Gerade wenn es sich um ein möbliertes Apartment zur Langzeitmiete und nicht um eine ausschließliche Ferienwohnung handelt, kann es häufig der Fall sein, dass kein aktiver Internetanschluss inbegriffen ist. So war es auch bei uns. Zum Glück gibt es in Südafrika mit Cell-C einen Anbieter, der als Einziger ein Home LTE Tarif auf Prepaid Basis anbietet. Der Vorteil zum klassischen Datentarif ist, dass der sogenannte Home Connecta deutlich weniger kostet. Dafür kann dieser auch nur im nahen Umkreis des festgelegten Standorts genutzt werden. Für die Sim Card zum Home Tarif braucht man noch einen kleinen mobilen Router. Einen solchen Router konnte man ebenfalls für ca. 30 EUR bei C-Cell kaufen. Leider war dieser in vielen Stores zunächst ausverkauft. Als Alternative kann man sich auch bereits im Vorfeld der Reise einen solchen Router zulegen. Zwei beliebte Modelle findet Ihr unter den folgenden Links:

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